Kreditkarte für Freiberufler

By Dirk Löbe | Juni 19, 2009

Eine Kreditkarte ist ein praktisches Zahlungsmittel. Weltweit kann der Besitzer damit bargeldlos zahlen. Doch nicht jeder bekommt von seiner Bank eine Kreditkarte zugebilligt. Gerade freiberufliche Personen werden oft zurückgewiesen. Der Grund sind die schwankenden Einnahmen, die in der Selbstständigkeit anfallen.

Der Einkauf mit einer Kreditkarte ist unproblematisch und komfortabel. Das Geld wird nicht sofort abgezogen, sondern wird auf die Kreditkarte angerechnet. Wenn ein Guthaben vorhanden ist, dann wird dieses belastet. Andernfalls muss der Kreditkartenbesitzer die angehäuften Verbindlichkeiten zu einem bestimmten Zeitpunkt überweisen. Der Vorteil liegt darin, dass mit der Karte prinzipiell überall gezahlt werden kann. Das gilt für das Ausland ebenso, wie für die meisten Internetshops. Eine Kreditkarte gewährt dem Besitzer auch ein Darlehen, wenn dieser kein Geld aufgeladen hat. Es ist also möglich Einkäufe zu tätigen und die Kreditkartenrechnung später erst zu bezahlen.

Aus diesem Grund werden Kreditkarten nicht an jeden potentiellen Interessenten vergeben. Personen, die nicht über ein regelmäßiges Einkommen verfügen, haben unter Umständen Probleme an eine solche Karte zu kommen. Das gilt für Studenten und Arbeitslose, aber eben auch für Freiberufler. Obwohl diese arbeiten und ein Einkommen erwirtschaften stellen sich die Banken oft quer. Zu unsicher erscheinen die Einnahmen bei Freiberuflern. Jeder selbständige Bürger ist gewissen Schwankungen unterworfen, was das eigene Einkommen betrifft. Es gibt immer gute und schlechte Monate. Viele Banken wollen einen klaren Einkommensnachweis sehen, der dauerhafte feste Einnahmen bestätigt. Solche Nachweise können von Freiberuflern nicht erbracht werden.

Ähnliche Probleme haben Freiberufler auch mit der Aufnahme eines Ratenkredits. Auch hier fehlt die finanzielle Absicherung. Da es sich bei der Kreditkarte auch um ein Modell handelt, das auf einem Darlehen basiert, gibt es auch hier Behinderungen. Das gilt aber nicht für alle Anbieter von Kreditkarten. Es gibt durchaus seriöse Banken und Institute, die auch Freiberuflern Kreditkarten ausstellen. Oft gibt es die Kreditkarte auch in einem Paket mit Versicherungen, die für Freiberufler interessant sind. Gegen eine geringe Jahresgebühr kann ein umfangreicher Versicherungsschutz aufgenommen werden. Das betrifft zum Beispiel die Vermögensschadenhaftpflicht. Eine solcher Versicherung sollte jeder Freiberufler besitzen. Die Banken geben also Kreditkarten an Freiberufler aus und gleichen ihre Unsicherheit teilweise mit dem Knüpfen an weitere Leistungen aus. Die Bank kann zu der Kreditkarte auch noch ein Versicherungspaket vergeben und wird so die Unsicherheit, die durch das schwankende Einkommen des Freelancers entsteht, ausgleichen können.

Trotz dieser Möglichkeiten sollte der Umgang mit einer Kreditkarte immer sorgfältig durchdacht sein. Zu leicht wird Geld ausgegeben, das nicht real in der Hand liegt. Gerade Freiberufler sollten daher vermeiden, zu hohe Schulden über eine Kreditkarte anzuhäufen. Der Weg in die Insolvenz ist sonst schnell eingeschlagen.


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